»Auf der Suche nach Einfachheit«
Möbeldesign 18. bis 20. Jahrhundert
Kunsthandel Georg Böhringer
  • Die Moderne.
  • Die Schönheit.
  • Das Edle.
  • Das Einfache.
  • Das Ungewöhnliche.
  • Das Ungewöhnliche.
Collection

Kunsthandel Georg Böhringer»Der moderne Mensch…braucht das Ornament nicht.«

…schrieb Adolf Loos im Jahr 1908 in der Streitschrift »Ornament und Verbrechen«. Die betont schlichte, auf das Wesentliche reduzierte Formensprache gilt seitdem gemeinhin als Erkennungsmerkmal der Moderne im frühen 20. Jahrhunderts.
Augenmerk unserer Galerie liegt auf dem Außergewöhnlichen des Einfachen, sei es einem Friedrich Gottlob Hoffmann, der um 1780 neue Akzente/Maßstäbe in der Systematisierung der Produktion und im Vertrieb fand (gerade mit einer fulminanten Ausstellung und Katalog im »Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig« gewürdigt) oder einem Jean-Joseph Chapuis mit seiner innovativen Erfindung des weltweit ersten schichtverleimten Stuhls in Leichtbauweise um 1805, der den Geist der thonet’sche Möbelrevolution eine Generation vorwegnahm.
Der Schaukelstuhl von Francois Turpin um 1935 reduziert und minimalisiert Modelle Thonets von 1850 um das Wesentliche und ist trotzdem funktionell und bequem. Etwa zur gleichen Zeit entwickelt Karl Schneider, der wie Vertreter des Bauhauses zur aufstrebenden jungen Moderne der Architektur gehörte, ein Typenprogramm für Möbel. Das Sideboard ist das bislang einzig bekannte realisierte Exemplar. Carlo Mo adaptiert 1980 einen archaischen afrikanischen Stuhl, verändert ihn nur unwesentlich durch neue Materialien und betont dadurch seine ursprüngliche, »moderne« Formgebung.
…und nichts ist, wie es scheint…
Ein Bambusstuhl um 1785 ist nicht einfach aus Bambus, sondern ein »fault bamboo«, ein aufwendigst geschnitztes und gefasstes höfisches Möbel als dreidimensionales »tromp d'euil« von Andreas Kirkerup und Erik Pauelsen.


»Die Moderne«lat. »modernus«, also ewig neu, neuzeitlich, gegenwärtig, heutig?

  • Couchtisch | zugeschrieben Herbert Hirche | Teekanne/Heißwasserkanne Peter Behrens für AEG um 1910

    Couchtisch(zugeschr. Herbert Hirche - 50er Jahre)

    Herbert Hirche (1910-2002)Herbert Hirche war einer der einflußreichsten deutschen Möbel- und Produktdesigner sowie auch Architekt. Eine Schlüsselfigur des deutschen Nachkriegsdesigns in der Tradition des Bauhauses. Gelernter Tischler, Bauhausschüler, ab 1934 Mitarbeiter von Mies van de Rohe, ab 1939 von Egon Eiermann und nach 1945 von Hans Scharun. Mitglied des deutschen Werkbundes und Präsident des Verbandes deutscher Industriedesigner. 1948-1950 Professor an der Hochschule für angewandt Kunst in Berlin Weissensee. Ab 1952 Professor für Innenarchitektur und Möbelbau an der Akademie für bildende Künste in Stuttgart; zuletzt auch deren Rektor. Seine Arbeiten wurden 1957 auf der Trienale in Mailand, 1958 auf der Weltausstellung in Brüssel und auf der Dokumenta III 1964 ausgestellt. Er entwarf Möbel für die Fa. Christian Hölzäpfel und gestaltete neben Gugelot Produkte für die designorientierte Firma Braun. Später folgte Dieter Rams.
    Couchtisch (zugeschrieben Herbert Hirche), 50ger Jahre Winkelstahl schwarz lackiert. Originale Glasplatten. Möglicherweise Einzelanfertigung. Tee- bzw. Heißwasserkanne von Peter Behrens für AEG um 1910.
    Maße: 63cm x 63cm, Höhe 74,5cm

    Tisch,20. Jhdt,Bauhaus,Behrens Peter,Mies van de Rohe,Eiermann Egon,Scharun Hans
    C
  • Kurt Schwippert | Besprechungs-/Konferenztisch

    Besprechungs-/­KonferenztischEntwurf: Hans Schwippert, Ende 50er Jahre.

    Hans Schwippert (1899-1973)Hans Schwippert wuchs im Bergischen Land und Ruhrgebiet auf. Nach seinem Abitur am Realgymnasium Essen-Altenessen und Kriegsdienst an der Westfront studierte er ab 1919 Architektur, zunächst an den Technischen Hochschulen Hannover und Darmstadt, dann ab 1920 an der Technischen Hochschule Stuttgart. Dort schloss er sein Architekturstudium 1923 bei Paul Schmitthenner mit dem Diplom ab. Bundeshaus Bonn (Umbau und Erweiterung der ursprünglich geplanten Pädagogischen Hochschule Bonn, 1949) Bundeskanzleramt, Umbau und Erweiterung Palais Schaumburg (1950) 1924 ging Hans Schwippert nach Berlin. Er arbeitete im Bauatelier von Erich Mendelsohn und lernte 1925 Ludwig Mies van der Rohe kennen. 1926 beteiligte er sich am Wettbewerb Frauenfriedenskirche Frankfurt. 1927 baute er für seine Eltern ein Wohnhaus in Duisburg und holte ihn Rudolf Schwarz als Lehrer des Vorkurses und der Entwurfsklasse an die Werkkunstschule Aachen. Bis zur Schließung der Werkkunstschule Aachen durch die Nationalsozialisten im Jahre 1934 arbeitete Schwippert mit Schwarz und Johannes Krahn zusammen. Er entwarf Möbel, Einrichtungen, Ausstellungen. Er trat 1930 in den Deutschen Werkbund ein und baute zwischen 1934 und 1938 für seinen Bruder, den Bildhauer Kurt Schwippert, ein Atelierhaus in der Eifel, 1937 die Deutsche Kapelle im Pavillon Pontifical auf der Weltausstellung in Paris wie Wohnhäuser in Bad Godesberg, Aachen, Düsseldorf, Berlin. 1946 folgte Hans Schwippert dem Ruf als o. Professor auf den Lehrstuhl für Werklehre und Wohnbau der RWTH Aachen (1946–1961) und übernahm gleichzeitig den Neuaufbau der Lehre wie der Klasse für Baukunst an der Staatl. Kunstakademie Düsseldorf, die er als ihr Rektor von 1956 bis zu seiner Emeritierung 1966 internationales Ansehen verschaffte. Hans Schwippert, der bis zu seinem Tode 1973 in Düsseldorf lebte, prägte insbesondere mit dem Bundeshaus Bonn (1949), der Viktorshöhe in Bad Godesberg (1949), dem Bundeskanzleramt im Palais Schaumburg (1950), dem neugestalteten Innenraum der wiederaufgebauten St.-Hedwigs Kathedrale Berlin (1952–1963) und dem Wohnhochhaus im Hansaviertel Berlin die frühe Nachkriegsmoderne der Bonner Republik. Als Objektgestalter entwarf er Systemmöbel, Sakralgegenstände sowie Bestecke für C. Hugo Pott und stellte zusammen mit seinem Bruder, dem Bildhauer Kurt Schwippert, in der Galerie Lempertz Contempora Köln (Dezember 1969 bis Januar 1970) aus.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schwippert

    Besprechungs-/Konferenztisch. Entwurf: Hans Schwippert Ende 50ger Jahre. Einzelanfertigung für die Geschäftsführung eines Verlagshauses. Rüster massiv und furniert
    Maße: 200cm x 100cm, Höhe 74,5cm

    Tisch,Schwippert Hans,20. Jhdt,Einzelanfertigung
    B
  • Großes Sideboard

    Großes SideboardArchitektonisch minimalistischer Entwurf.

    Großes SideboardViertüriger flächenbündiger Korpus mit darüberliegende Schubladenreihe. Architektonisch minimalistischer Entwurf. Wenge furniert.
    Großes Sideboard
    Breite 248 cm, Tiefe 42cm, Höhe 119cm

    Sideboard,20. Jhdt
    S
  • Christa-von-Paleske | Zwei kleine Sideboards

    Zwei kleine SideboardsEntwurf: Christa von Paleske, 1955

    Christa von Paleske (Freiherrin Christa von Prittwitz und Gaffron)Text folgt
    Zwei kleine Sideboards. Entwurf: Christa von Paleske für Göppinger Möbelwerkstätte um 1955. Esche furnierter Korpus. Füße türkis lackierte Stahlbänder.
    Maße: Breite 110cm; Tiefe 42cm; Höhe 75cm

    Sideboard,20. Jhdt
    S
  • Édouard-Wilfrid-Buquet | La Lampe Equilibrée EB27 | Architektenlampe

    Architektenlampen EB27Entwurf und Herstellung: Édouard-Wilfred Buquet (*1866 oder 1886)

    Édouard-Wilfred Buquet (*1866 oder 1886)Patenterstellung 1927 Herstellung um 1930. Patenterteilung vor allem wegen des Gelenkes, welches jeden Winkel erfasst. Ein Exemplar befindet sich im MoMA in NewYork.
    Vernickeltes Messing, Aluminium und lackiertes Holz. Originalzustand.
    Formate?

    Leuchte,Modern,Industrie,search1
    L

»Der Klassizismus«Revulutionäres - immer mit Blick nach Kreta oder nach Rom?

  • Kommode | Berlin um 1800.

    search1Berlin um 1800.

    Kommode. Berlin um 1800.4-schübiges, ausnehmend reduziert gestaltetes, fast kubisches Möbel, welches ohne Füße direkt mit der Sockelleiste bodenbündig ruht.
    Kommode. Berlin um 1800. Mahagonie auf Nadelholz furniert und poliert.
    Breite 89,5 cm; Höhe 89 cm; Tiefe 46,5 cm

    braun
    K
  • Salonstuhl | Karl Friedrich Schinkel

    search2Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Berlin 1828/30

    Karl Friedrich Schinkel (1781–1841)Karl Friedrich Schinkel war ein preußischer Baumeister, Architekt, Stadtplaner, Maler, Grafiker, Medailleur und Bühnenbildner, der den Klassizismus und den Historismus in Preußen entscheidend mitgestaltete. Als Leiter der Oberbaudeputation unterstand ihm eine Revisionsabteilung, die fast alle staatlichen Bauvorhaben für das Königreich Preußen in ökonomischer, funktionaler und ästhetischer Hinsicht überprüfte. Schinkel war Oberlandesbaudirektor und Architekt des Königs. Seine Bauwerke prägen heute noch das Stadtbild der Mitte Berlins. Nach ihm wurde die Schinkelschule benannt, bei der es sich um mehrere Generationen von Architekten handelt, die unter seinem stilbildenden Einfluss standen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich_Schinkel

    Salonstuhl, Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Berlin 1828/30 (weitere Fotos und Dokumente aus der Broschüre) Ursprünglich wohl Palais Cumberland, nach 1839 Neues Palais, Unter den Linden, Berlin
    Format?

    search2
    S
  • Empirestuhl

    search3Außergewöhnlicher skulpturaler Entwurf

    EmpirestühleAußergewöhnlicher skulpturaler Entwurf (Böhmen oder Lombardei?)
    19. Jhrdt. Schwarz poliert, geschnitztes und vergoldetes Liliendekor an den Vorderfüßen.
    Höhe 90 cm, Breite 48 cm, Sitzhöhe 45 cm

    search3
    S

…unrestaurierte Schätze

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